Das Essen ist einer der wichtigsten Werte in der Hoya de Huesca. Das liegt daran, dass Essen keine Schaustellung sondern Teil des kulturellen Kulturguts und ein unbestrittenes Kennzeichen des Gebiets ist. Sein begünstigtes und üppiges Land erzeugt Produkte, die stolz auf ihre Herkunft sein können und zu Gerichten beitragen, mit denen die Echtheit der lokalen Küche verteidigt werden kann. Aber das Essen ist erst die Folge der vorherigen Leistung und des Könnens und hat im Boden, im Land und im Produkt seinen Ursprung. Denn damit fängt alles erst an.

Im Hoya de Huesca-Gebiet fand schon in vergangenen Zeiten die geheimnisvolle Umwandlung der Trauben in Wein statt. Die Vergangenheit des Weinbaus ist in Erinnerung geblieben und die Gegenwart hat das alte Handwerk in den hiesigen Weinbergen erweitert. Jetzt wird es noch länger fortbestehen.

Zurzeit sind acht Kellereien im Gebiet tätig, aber das auch erst seit relativ kurzer Zeit. In etwas mehr als einem Jahrzehnt ist es den Betrieben gelungen, für den Wein aus Tierra Ribera del Gállego-Cinco Villas Interesse und gleichzeitig Bewunderung zu ernten.

Ein Teil des Hoya de Huesca-Gebiets liegt innerhalb eines der sechs Weingebiete Aragoniens, und zwar Ribera del Gállego-Cinco Villas. Die dazugehörenden Gemeinden sind Agüero, Alcalá de Gurrea, Almudévar, Ayerbe, Biscarrués, Gurreade Gállego, La Sotonera, Loarre, Loscorrales und Lupiñén-Ortilla. Aber nicht in allen diesen Orten wird Wein angebaut, sondern nur in Murillo de Gállego, Ayerbe, Morán und Almudévar – und das mit hervorragenden Ergebnissen.

Allen Kellereien in diesem Gebiet stehen Rebsorten wie Macabeo und weiße Garnacha bei den weißen Trauben und Moristel, Tempranillo, Mazuela und Garnacha bei den roten Trauben zur Verfügung. Dazu wurden Rebsorten französischer Herkunft wie Viognier bei weißen Trauben und Cabernet-Sauvignon, Merlot und Syrah bei den roten Trauben hinzugefügt. Ausgehend von diesem Angebot, das in nicht sehr großen aber doch gut gepflegten Weinbergen angebaut wird, erzeugen die Kellereien Weine, die von frischen, überschwänglich jungen Weißweinen bis zu süßen und aromatischen Roséweinen reichen. Natürlich gehören auch Rotweine mit mehr oder weniger Reife und Intensität, wie auch einigen Besonderheiten dazu, die man in Aragonien nur selten finden kann.

Die am südlichsten in der Hoya de Huesca gelegene Kellerei heißt Virgen de la Corona und befindet sich in Almudévar. Sie nahm ihre Tätigkeit 2005 mit der ersten Weinlese auf. Der Betrieb hat sich auf die Garnacha-Rebsorte konzentriert und erzeugt daraus unter der Sammelmarke Aixena seine Weine. Von den vier Weinbaubetrieben liegt der aus Almudévar nicht innerhalb des Umkreises des „Mallos-Königreichs“. Die restlichen Kellereien liegen sehr eng beieinander. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Alle liegen am Gállego Fluss.

Bodegas y Viñedos Edra, in der Nähe des Ortskerns von Ayerbe, gehört zu den Pionieren in dieser Region, da der Betrieb 1999 mit der Bepflanzung des Weinbergs begann. 2004 wurde die Kellerei erbaut und zwei Jahre später wurden die ersten modernen, strukturierten Weine mit betonter Persönlichkeit vermarktet.

An nächster Stelle folgte Pegalaz, eine moderne Kellerei in Morán in einem Gebäude mit Blick auf die „Mallos“ von Riglos. Sie verlieh ihrer einzigen Marke den Namen eines der riesigen „Mallos“: Firé.

Kellereien

 
Bodegas y Viñedos Reino de los Mallos

Ctra. A-132, km 37,2. 22808. Murillo de Gállego (Huesca). | Tel.: 974 383 015.
www.reinodelosmallos.es | [email protected] 


Edra Bodegas y Viñedos, S.L.

Ctra. A-132, km 26. 22800. Ayerbe (Huesca). | Tel.: 974 380 233.
www.bodega-edra.com | [email protected] 


Bodega Pegalaz, S.L.

Ctra. A-1202, km 7. Desvío ermita Santa Quitera. 22806. Santa Eulalia de Gállego (Zaragoza). | Tel.: 625 643 440
www.pegalaz.com 


Bodega Lasierra, S.L.

Baja, 12. 22133. Bespén (Huesca). | Tel.: 974 260 365/652 791 187.
www.bodegaslasierra.es | [email protected] 


Bodega Bespén Vinos, S.L.

Baja, 4. 22133. Bespén (Huesca). | Tel.: 646 779 926.
www.bespenvinos.com | [email protected]

 

Bodegas Valdovinos, S.L.

Camino de la Almunia, s/n. 22133. Antillón (Huesca). | Tel.: 974 260 437/974 260 147.
www.bodegasvaldovinos.com | [email protected] 


Bodega Aixena

Cooperativa Virgen de la Corona. Avda. del Cooperativista Samper, s/n. 22270. Almudévar. (Huesca). | Tel.: 974 250 000
www.covico.es | [email protected] 


Bodegas Roico

Calle Pena 11. Lupiñén. (Huesca). | Tel.: 974 270 151


** Informationsstätte über Weinreben, Kellereien und Wein “El Bodegón”
 Almudévar. Tel. 974 250 002

 

  • In der Hoya de Huesca gibt es sechs Ölmühlen. Sie befinden sich in den Orten Los Molinos de Sipán, Bespén, Bolea, Ayerbe und Almudévar. Die hier angebauten Hauptolivensorten sind Empeltre, Verdeña und Negral.
    Sie sollten unbedingt die Viñedo Mühle in Castilsabás besichtigen. Dort wird der Prozess dieses alten Handwerks anhand volkskundlicher Ausstellungen erläutert.
  • Gute Erzeugnisse, guter Service: In diesem Gebiet befinden sich einige aragonische Restaurants mit der höchsten Punktzahl in den spanischen Gastronomieführern: Lillas Pastia, Las Torres – beide in Huesca–, und La Venta del Sotón in Esquedas. Das Rezept des gebratenen Huhns von Casbas wurde schon im 15. Jahrhundert von Ruperto de Nola, Koch des Königs Fernando von Neapel, aufgenommen.

  • Huesca-Stadt wurde schon immer eine außerordentliche Gastronomie zugeschrieben. Man muss nur auf die Straße gehen, um zu sehen, wie viel Wert auf Essen und Trinken gelegt wird. Egal in welcher Form: Am gedeckten Tisch oder an der Theke - beides ist beliebt.

    Die Haute Cuisine hat in Huesca schon vor langer Zeit ihre Motoren anlaufen lassen. Berühmte Köche wie Antonio Arazo, Carmelo Bosque, Sergio Azagra, Ana Acín, Darío Bueno und Rafael Abadía – oder in so guter Erinnerung wie Fernando Abadía – haben in Huesca die Elitegastronomie eingeführt. Huesca war tatsächlich die erste Stadt Aragoniens, in der die begehrten Michelin-Sterne vergeben wurden.

    Dazu kommt, dass es in Huesca auch Lebensmittel- und gastronomische Geschäfte gibt, die das Herz höher schlagen lassen. Konditoreien im renovierten Klassizismus, Gemischtwarenläden, Metzgereien und Läden mit weiteren lokalen Erzeugnissen, Vinotheken wie auch sonstige Einrichtungen machen die Stadt zu einem Ort, in dem der Einkauf keine bloße Beschaffung ist.

    Nachdem die Stadt ihre ausgezeichneten Künste in den Restaurants bewiesen hatte, entstand eine neue Leidenschaft für eine andere Art Einrichtungen: die „Tapas-Bars“. Heutzutage hat sich das „Tapas“-Essen für viele Besucher wie auch für Einheimische in ihr Lieblingshobby verwandelt. Es gibt kein Gericht, das nicht schon seine Variante im Kleinformat besäße. Zur Inszenierung der „Tapas“-Branche veranstaltet Huesca jedes Jahr einen „Tapas“-Wettbewerb. Der Anklang ist ein Beweis für die Vorliebe, im Stehen zu essen.


Was Sie nicht versäumen sollten:

Der Ort Bolea und seine Kirschenmesse

Der Ort Bolea und seine Umgebung sind in der Zeit von Ende Mai bis Mitte Juni Schauplatz eines der wunderschönsten kurzzeitigen Spektakels des Frühjahrs in der Hoya de Huesca. Dafür sorgen die Kirschbäume, deren Blüten eine Fläche von mehr als 60 Ha weiß färben. Diese Gemeinde erntet jedes Jahr ungefähr 400.000 Kilogramm Kirschen; sobald die Ernte der verschiedenen Sorten ihren Höhepunkt erreicht, wird die Kirschenmesse zelebriert. Jeweils am Sonntag um den 13. Juni präsentieren sich auf der Plaza Mayor von Bolea zahlreiche Stände, wo mehr als 30 Kirschsorten verkauft werden.  Die beliebteste Sorte ist die “Herzkirsche aus Monzón” oder “Napoleon-Herzkirsche”. Wenn Sie die Kirschenmesse besuchen wollen, sollten Sie wissen, dass diese Kirschsorte in der Gegend auch unter dem Namen “morrovaca” (Kuhmaul) bekannt ist.

  • Bolea-y-su-Feria-de-la-Cereza-1
  • Bolea-y-su-Feria-de-la-Cereza-2


Die Pilzmesse in Ayerbe

Aragonien ist ein bedeutendes Pilzgebiet und die Hoya de Huesca trägt in großem Maße dazu bei. Der mykologische Reichtum der Gemeinde Ayerbe führte dazu, dass dort seit 1990 eine der renommiertesten Pilzmessen der Region abgehalten wird.

Diese Messe, die in den offiziellen Messen-Kalender der Region Aragonien aufgenommen wurde, findet jeweils am letzten Wochenende des Oktobers statt, wobei die Mykologen der Region dort mehr als hundert klassifizierte Pilzarten präsentieren. Anlässlich der drei Tage währenden Messe stehen ferner zahlreiche Aktivitäten auf dem Programm, die geführte Pilzwanderungen, Gesprächsrunden und Vorträge, Kochkurse, Degustationen und vieles mehr beinhalten.

  • Feria-Micológica-de-Ayerbe-1
  • Feria-Micológica-de-Ayerbe-2
  • Feria-Micológica-de-Ayerbe-3

 

FaLang translation system by Faboba