Bereits von Weitem grüßen uns der dünne Turm und auf dem Bergrücken der charakteristische „Esconjuradero“ (charakteristische Steinkonstruktion zum Abhalten von Treffen und Ritualen).

Im Kern der Altstadt lohnt die der „Purificación de Nuestra Señora“ ("Purifikation der Mutter Gottes") geweihten Kirche einen Besuch, deren Ursprung auf die Romanik zurückgeht. Ihre allgemeine Struktur und äußeres Erscheinungsbild zeigen die Pracht des aragonesischen Barocks.

Angüés erhält gute Beispiele der traditionellen zivilen Architektur des am Fuße von Guara liegenden Gebiets und präsentiert in Stein gehauene Türvriese aus dem 17. Jahrhundert.

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In der Umgebung des Orts auf dem alten Weg von Casbas befindet sich ein Quellbrunnen, der zu den Überresten aus der arabischen Zeit gehört. Es handelt sich um eine in die Erde gegrabene Quellen-Zisterne, die vier aus Naturstein erbaute, gewölbte Räume und eine lange Treppe umfasst.

Der Ort befindet sich in der Mitte des alten Camino Real (Verbindungsweg alter Tage, der die Grenze zum Somontano von Hocharagon (Somontano Altoaragonés) darstellte), wurde im Jahre 1093 durch Sancho Ramirez von den Muslimen zurückerobert und unterstand danach der Herrschaft des Klosters Monasterio de Montearagón. Angüés ist seit Ende des 11. Jahrhunderts eine Villa.

In Richtung Norden schließt der Ort an den Naturpark Sierra y los Cañones de Guara an, wobei die nächstgelegenen Natursehenswürdigkeiten der Barranco del Formigo (Schlucht), die Embalse de Calcón (Stausee) und der Tozal de Guara, mit einer Höhe von 2.078 m Dach der Vorpyrenäen, sind.

Sowohl unter kulturellen als auch natürlichen Aspekten interessant ist die sogenannte „Ruta de las Piedras Fecundantes” („Route der befruchtenden Steine“): Dabei handelt es sich um seltsam geformte Aushöhlungen in großen Sandsteinformationen, mit welchen alte heidnische Fruchtbarkeitsrituale in Verbindung stehen. Diese Felsformationen befinden sich in der Nähe von drei Ortsteilen: „Piedra Mujer“ in Angüés; „Piedra Fecundante“ in Bespén und „Piedra Mujer“ in Velillas. 

In Angüés werden Feierlichkeiten am 3. Februar zu Ehren von San Blas (Deutsch: Hl. Blas), und am ersten Sonntag im Oktober zu Ehren von „Nuestra Señora de Rosario“ (Deutsch: „Unsere liebe Frau des Rosenkranzes“) abgehalten.

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