Das Essen ist einer der wichtigsten Werte in der Hoya de Huesca. Das liegt daran, dass Essen keine Schaustellung sondern Teil des kulturellen Kulturguts und ein unbestrittenes Kennzeichen des Gebiets ist. Sein begünstigtes und üppiges Land erzeugt Produkte, die stolz auf ihre Herkunft sein können und zu Gerichten beitragen, mit denen die Echtheit der lokalen Küche verteidigt werden kann. Aber das Essen ist erst die Folge der vorherigen Leistung und des Könnens und hat im Boden, im Land und im Produkt seinen Ursprung. Denn damit fängt alles erst an.

In einem Gebiet der Kontraste wie hier, in dem die Landschaften schnell vom Bergland in die Ebene übergehen, ist es verständlich, dass sich die grundlegenden Ressourcen daran anpassen mussten. Das Umfeld schreibt die Regeln vor und deshalb mussten sich die Produkte dem Boden und dem Klima anpassen. Das ist auch der Grund dafür, warum bestimmte Anbauten hier gedeihen und bestimmte Tiere hier gehalten werden.

Das Gebiet der Hoya de Huesca schmeckt nach Getreideebenen, fruchtbaren und bunten Gemüsegärten, Obstbäumen, Weinbergen und Hülsenfrüchtefeldern. Dazu gehört das Wasser, das immer ganz in der Nähe ist. Neben der Landwirtschaft gibt es diesem Gebiet aber auch Viehzucht – daher der Geschmack nach Lämmern, ergiebigen Schweinen, Geflügel vom Hof, Kleinwild und vielen anderen Arten, die nachher die Vorräte füllen und die Grundlage für die bodenständigen Gerichte bilden.

Auf dem Großmarkt dieses Gebiets gibt es zudem Olivenöl, heimischen Käse, Honig und viele Pilzsorten. Aus diesem ganzen Angebot ist es Restaurants und Haushalten gelungen, großen Nutzen zu ziehen.

Das kann sich sehen lassen!

Die Leute von hier erzählen, dass es Gerichte gibt, die schon jahrelang in den Töpfen dieses Gebiets brodeln. Einige davon stehen sogar auf den Speisekarten von nicht wenigen lokalen Restaurants.

Die besonderen Suppen aus Ayerbe mit Brot, Ei und Öl, die Suppe aus Huesca oder die Suppe aus Aragonien, die Kardonen nach aragonischer Art (mit Stockfisch oder Schweinerippe), "Salmorrejo de la Hoya" (mit Ei, Blutwurst, Mettwurst und Schweinerippe), oder der Stockfisch nach „Ajoarriero“-Art aus Huesca als Variante des bekannten Gerichts mit dem Unterschied, dass hier Öl mit Knoblauch hinzugefügt wird – sind nur einige Beispiele dieser ganz traditionellen Rezepte.

Aber in dieser Region ist man auch bei der Fleischzubereitung, die für Tradition pur steht, sehr klassisch. Zu den altüberlieferten Rezepten dieser Gerichte würden dann sicher Lamm mit Reis und Kartoffeln, Schmorbraten aus Huesca, gebackenes Huhn aus Casbas, Rinderzunge nach Huesca-Art, geschmortes Zicklein mit Artischocken nach alter Art, Kaninchen mit Schnecken – das laut Kennern aus diesem Gebiet stammt und in die drei aragonischen Provinzen exportiert wurde -, Ragout aus Ayerbe, bei dem das Lammfleisch nicht fehlen darf, oder Weihnachtskaninchen, wie es seit jeher am 25. Dezember in La Sotonera zubereitet wird, gehören.

Die Tradition der Zubereitung setzt sich in diesen und vielen weiteren Gerichten fort. Und diese Gerichte sind so eng mit dem Gebiet verbunden, wie es bei Loarre mit seiner Burg oder bei Riglos mit seinen „Mallos“ der Fall ist.

Bei den Nachspeisen hebt sich die Gastronomie dieses Gebiets besonders hervor und zeigt hier wahrscheinlich auch ihren heimischsten Geschmack. Kuchen aus Ayerbe, Zopf aus Almudévar, Marzipankastanien und „Colinetas“ (Mandelkuchen) aus Huesca, Teigpastetchen aus Loarre… sind nur einige wenige der Leckereien, die in diesem Winkel von Huesca entstanden sind und dort zubereitet werden.

Das Hoya de Huesca-Gebiet besitzt seine eigene heimische „Geoküche“, erhält aber auch Erzeugnisse und Rezepte aus anderen Breiten. Das Gebiet ist so reichhaltig wie seine Landschaften, so unterschiedlich wie seine Kontraste und so offen wie seine Einwohner. Die Gastronomie ist in diesem Winkel Huescas keine Nebensache, sondern eher ein Vorwand für eine Reise der kulinarischen Genüsse.

Guten Appetit!

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